Viel zu schnell ist der Working Girl Sew-Along zu Ende gegangen und so habe ich nur 3 von den 6 geplanten Kleidungsstücken geschafft. Hier ist zu Erinnerung noch einmal mein erster Plan:

Working Girl Sew-Along
Zwischenzeitlich hatte ich den Plan dann etwas abgeändert, da die Fashionstyle endlich einen Culotte-Schnitt veröffentlicht hatte und ich so die schon lange geplante Culotte aus Fensterkaro nähen konnte. Neben der Fensterkaro-Culotte ist noch der Spitzenrock in Midilänge sowie die dunkelrote Bikerjacke entstanden. Alle 3 Teile liebe ich jetzt schon sehr und sie passen perfekt in meine ganz persönliche Arbeitsgarderobe. Vielen Dank an Alexandra von Mama macht Sachen für das Organisieren des Sew-Alongs! Auch wenn ich nicht alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte, hat es mir doch geholfen mal einige Kleidungsstücke zusammenzustellen, die schon länger in meinem Kopfkleiderschrank rumspuken. Und die Teile, die bis jetzt noch nicht fertig sind, werden mit Sicherheit in Zukunft genäht werden, denn sie passen einfach zu gut in meinen Arbeitsalltag.
Ich weiß, die Bikerjacke hat ganz schön auf sich warten lassen, schließlich habe ich sie schon bei der AnNÄHerung Süd begonnen und eigentlich ist sie auch schon seit 2 Wochen fertig. Dummerweise habe ich in der Zwischenzeit aber jede Erkältung und grippalen Infekt mitgenommen, der mir so begegnet ist. So lag ich in letzter Zeit ziemlich flach und bin weder zum Nähen von weiteren Working Girl Teilen noch zum Fotografieren gekommen. Deshalb bekommt die Bikerjacke heute ihren großen Auftritt, den sie, meiner Meinung nach, auch verdient. 
Schnitt/pattern: Verwendet habe ich den Schnitt Nr. 111 aus der Burdastyle von Dezember 2009.

Schwierigkeitsgrad/level of difficulty: Durch die Reißverschlussdetails und den Reverskragen würde ich den Schnitt eher als schwierig beurteilen.

Größe/size: Ich habe meine übliche Größe 36 genäht, wie immer bei Burda hat diese einwandfrei ohne Änderungen gepasst.

Nähzeit inkl. Zuschnitt/sewing time incl. cutting: Insgesamt habe ich 2 Wochenenden mit dem Nähen der Bikerjacke verbracht. Bei der AnNäherung habe ich die Bikerjacke bis auf das Einfüttern fertiggestellt. Der Rest wurde dann an einem weiteren Wochenende zu Ende genäht.
Kosten/costs: Der Wollstoff ist ein weiterer Stoff aus meinem Lieblingsstoffladen. Da er jetzt schon etwas länger in meinem Stoffschrank liegt, kann ich den genauen Preis nicht mehr sagen. Ich schätze, dass er 8 €/m gekostet hat. Ebenso stammt das Viskose-Futter aus meinem Vorrat, ich setze hierfür mal 6 €/m an. Für die Metallreißverschlüsse habe ich bei ebay ca. 6 € gezahlt. Insgesamt macht das also weniger als 30 € für die Bikerjacke.

Schnittmodifikation/pattern modification: Insgesamt habe ich die Details der Bikerjacke etwas reduziert, da bei mir die Farbe im Vordergrund stehen sollte. Also habe ich den Gürtel, die Manschetten und die Absteppungen an den Schultern und Taschen weggelassen. Die einzigen anderen Änderungen, die ich vorgenommen habe, hingen mit meinem Unvermögen Metallreißverschlüsse zu kürzen zusammen. Warum sieht das in Tutorials immer so einfach aus und ich krieg es dann einfach nicht hin die oberen Metallteile zu entfernen? Deshalb sind die Taschen jetzt 2 cm länger und die Jacke ist 3 cm kürzer als im Schnitt vorgesehen. Finde ich jetzt aber auch nicht weiter schlimm.
Fazit/conclusion: Was den Kragen betrifft, war ich sehr skeptisch, da er auf den Fotos von Burda schon ziemlich breit wirkt. Zum Glück sah er angezogen aber ganz normal aus, so dass ich hier gar nicht lange rumprobieren musste. Ursprünglich hatte ich den Stoff für einen klassischen Blazer gekauft, die Suche nach Inspirationen auf Pinterest hat mir jedoch gezeigt, dass mir eine dunkelrote Bikerjacke viel besser gefallen würde als ein Blazer. Ich bin froh, dass ich dieser Eingebung gefolgt bin, denn auch wenn ich schon mehrere Bikerjacken in meinem Kleiderschrank habe, so trage ich sie doch immer sehr gerne und ich fühle mich einfach wohl in ihnen.