Die erste Woche des Juni ist schon vorbei, es wird also allerhöchste Zeit für meinen Mairückblick. Im Mai hat sich natürlich erst einmal alles um den Me-Made-May gedreht. Allerdings bin ich absolut gescheitert, da mich nach Tag 18 die Lust verlassen hat. Beruhigend, dass ich da anscheinend nicht die einzige war, wie man bei Nahtzugabe nachlesen kann. Am Ende des Monats war in der Arbeit so viel zu tun, dass ich mir nicht noch den zusätzlichen Stress aufhalsen wollte, meine Outfits zu dokumentieren. Unten könnt ihr stellvertretend für jede Woche mein jeweiliges Lieblingsoutfit sehen:
Für die Woche 1 & 2 gibt es hier den Wochenrückblick und den für die Woche 3 könnt ihr hier finden. Der Me-Made-May hat mich wieder dazu gebracht auch Selbstgenähtes aus meinem Kleiderschrank zu ziehen, das sonst nicht so oft getragen wird. Außerdem hat es mich gezwungen neue Kombinationsmöglichkeiten zu entdecken. Alles in allem, hat mich der Me-Made-May weiter vorangebracht, was meinen eigenen Stil betrifft und mir gezeigt, welche Me-Mades zu mir passen und von welchen ich mich besser trennen sollte. Ob ich nächstes Jahr wieder daran teilnehmen werde, hängt vor allem davon ab, ob ich eine schnelle und einfache Methode finde meine Outfits festzuhalten. Daran ist es letzendlich in diesem Jahr nämlich gescheitert.

Genäht wurde auch ein bisschen. Oben könnt ihr den Verlauf meines Sommerkleides mit Porzellandruck vom Plan über das fertige Kleid bis zu den Tragefotos verfolgen. Das Kleid hat mir so gut gefallen, dass ich gleich noch eines aus schwarz-weißem Vichykaro genäht habe. Näheres dazu und Tragefotos gibt es dann diese Woche.

Außerdem gab es noch viel “Nähnerdiges” und ein bisschen was Bayerisches. Im Mai habe ich zum ersten Mal andere Nähblogger auch offline kennengelernt beim Nähbloggertreffen in Leipzig. Obendrein nehme ich zum ersten Mal am allseits beliebten Stoffwechsel teil. Meinen Nähsteckbrief habe ich hier veröffentlicht. Im Juni geht es dann weiter mit Stoff kaufen und verschicken, sowie den eigenen Stoff erhalten. Ich bin schon sehr gespannt. Das Dirndl habe ich mir letztes Jahr zum Oktoberfest genäht. In Bayern kann man so ein Dirndl zum Glück das ganze Jahr tragen und so wurde es für die Dult in Regensburg wieder hervorgezogen. Vielleicht nähe ich mir ja noch ein 2. Dirndl, gebrauchen könnte ich es sicherlich. Das letzte Bild stammt von dem für die Oberpfalz typischen Zoigl. Das ist eine Art Straußenwirtschaft, bei der jede Zoiglstube nur wenige Wochen im Jahr auf hat, sein eigenes Bier braut und Brotzeiten serviert. Falls es euch mal in die Oberpfalz verschlägt, solltet ihr unbedingt mal daran teilnehmen.

Was den Stoffeinkauf betrifft, so habe ich es im Mai ein kleines bisschen übertrieben. Wie ihr auf dem obigen Bild sehen könnt, haben es doch einige neue Stoffe in meinen Stoffvorrat geschafft. Den oberen grau-melierten Sweatstoff* (2 m) habe ich für ein kurzes Sweatshirt und einen schönen, bequemen Sweatrock, wie der von Anni Makes, gekauft. Der Stoff mit schwarz-weißem Vichykaro* (2 m) ist irgendwie in den Einkaufskorb gehüpft, als ich eigentlich nur Futter kaufen wollte, immerhin wurde er schon zu dem obigen Kleid verarbeitet. Den weiß-blau gestreiften Stoff für eine Bluse (1,5 m) habe ich während meinem Besuch in Leipzig besorgt. Und an dem bedruckten Baumwollstoff* mit der interessanten Struktur (1,5 m) für eine Kurzjacke kam ich einfach nicht vorbei. Allerdings wird das Zuschneiden eine ganz schöne Herausforderung werden, dank des Musters. Somit sind 7 m neuer Stoff in meinen Stoffschrank gewandert und nur 3,5 m wurden vernäht. Insgesamt sind meine Stoffe dieses Jahr also um 9,5 m angewachsen. Ich muss eindeutig mehr nähen um das wieder gutzumachen.

Hier noch meine gesammelten Links des vergangenen Monats:

  • Auf Sixx gibt es jetzt die Sendung “Vintage – aus alt mach neu“. Die Sendung ist nicht nur etwas für Vintage-Liebhaber, denn sie zeigt auch, wie man Kleidung abändern kann und informiert auf unterhaltsame Weise über die Modetrends der Vergangenheit.
  • Irgendwie beruhigend, dass auch Größen des Fashion Business wie Anna Wintour oder Marc Jacobs schon mal gefeuert wurden oder auf andere Art gescheitert sind. Nachzulesen gibt es das hier.
  • Der Regisseur Andrew Morgan hat eine Dokumentation über den wahren Preis der Mode gedreht und der FAZ ein interessantes Interview zu diesem Thema gegeben. Den Film muss ich mir auch unbedingt noch ansehen. Habt ihr ihn schon gesehen?
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