Month: März 2017

Hallo Swing Top! Willkommen Sewionista Patterns!

 
Ihr Lieben, es geht endlich los mit meinem kleinen Schnittmusterlabel „Sewionista Patterns“! Kaum zu glauben, aber jetzt ist es doch tatsächlich schon über ein halbes Jahr her, dass ich euch den für mich perfekten Topschnitt vorgestellt habe. Damals hatte ich auch angekündigt, den Schnitt als kostenlosen Download zur Verfügung zu stellen. Danach folgten auch gleich noch 2 weitere Versionen, nämlich hier und hier. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte, war das ganze Schnittmuster digitalisieren gar nicht. Das Konstruieren und Gradieren war dank Schneiderausbildung ein Klacks, aber dann wollte und sollte es einfach nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Am Ende habe ich nach langem hin und her und viel ausprobieren doch in den sauren Apfel gebissen und mich mit Adobe Illustrator auseinandergesetzt. Ab dann lief es auch und ich bin stolz, euch heute mit dem Swing Top mein erstes Schnittmuster präsentieren zu können, gerade rechtzeitig für den nahenden Sommer. Doch das Swing Top ist nicht nur mein erster PDF-Schnitt, sondern auch der Startschuss für mein eigenes kleines Schnittmusterlabel „Sewionista Patterns“. Denn ich war in letzter Zeit sehr fleißig und bald schon gibt es noch mehr Schnittmuster von mir.

Damit ihr euch vorab schon einmal mit meinen Schnittmustern vertraut machen und die Größen ausprobieren könnt, biete ich euch mit dem Swing Top einen kostenlosen PDF-Schnitt an. Das Swing Top ist ein hochgeschnittenes, weites Top, das ganz ohne Abnäher auskommt. Der Halsausschnitt sowie die Armausschnitte können je nach Belieben mit Schrägband eingefasst oder mit einem Besatz versäubert werden. Schrägband bietet sich vor allem für leicht transparente als auch gemusterte Stoffe an, da hier interessante Musterverläufe zum Design beitragen können. Außerdem kann zwischen 2 Längen gewählt werden: Crop Top (47 cm Gr. 38) oder normale Länge (62 cm Gr. 38). Um das kostenlose Swing Top Schnittmuster zu erhalten, müsst ihr euch nur hier oder auf der Startseite zum Newsletter anmelden. Nach erfolgreicher Anmeldung, bekommt ihr dann in der Bestätigungsmail den Downloadlink zugeschickt. Natürlich könnt ihr euch auch jederzeit wieder von dem Newsletter abmelden. Wenn ihr Probleme mit dem Download habt oder sonstige Fragen, könnt ihr mich gerne über das Kontaktformular kontaktieren oder schreibt einfach eine Mail an sewionista@gmail.com. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen!

P.S.: Eine Bitte, damit ich eure Werke auch finden kann, verwendet bitte die Hashtags #spswingtop & #sewionistapatterns
 

Hello Swing Top! Welcome Sewionista Patterns!

Dear readers, my very own sewing pattern label „Sewionista Patterns“ is finally getting started! I can’t believe that it is already more than a half year ago that I showed you my perfect top pattern. Back then, I also announced that I would offer the pattern as a free download. Two more versions followed quickly, here and here. But then things didn’t turn out the way I planned. Drafting and grading the pattern had been a piece of cake thanks to my dressmaking training but digitizing the pattern proofed to be much more difficult than anticipated. After a lot of back and forth and trial and error, I finally bit the bullet and learned Adobe Illustrator. After that I was on a run and am proud to introduce to you with the Swing Top my first digital pattern to you. However, the Swing Top is not only my first PDF pattern but also the start of my own tiny pattern label „Sewionista Patterns“. As I have been a busy bee lately, you will soon find even more patterns from me. You can find out at Kreativrezepte.de how you can get your hands on the free Swing Top pattern. Have fun sewing!

Therefore, you can get to know my sewing patterns as well as the sizes used by me, I offer you the Swing Top PDF pattern as a free download. The Swing Top is a wide fitting top without darts and a high cut neckline. The neckline as well as the armholes can either be finished with bias tape or facing. Bias tape works particularly well for slightly transparent or printed fabrics, as the different lines can create interesting designs. In addition, the top is offered in 2 different lengths: crop top (47 cm size 38) or regular length (62 cm size 38). You only have to subscribe here to my newsletter to receive the free Swing Top sewing pattern. After successful subscription, you will receive the download link in the final confirmation mail. Of course, you can unsubscribe at any time. Please don’t hesitate to contact me by sending a mail to sewionista@gmail.com, if you are having problems with the download or any other questions. Have fun sewing!

P.S.: Therefore, I can actually find your creations, please use the hashtags #spswingtop & #sewionistapatterns

[Verlinkt beim Creadienstag & RUMS

Spring Style Along – Wunschkonzert & Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 2.1

Wie ihr an der Stoffauswahl für meine selbstgenähte Frühjahrskollektion für den Spring Style Along sehen könnt, es wird sehr pastellig… gepaart mit etwas Spitze und Lochstickerei. Der Mittelpunkt meiner kleinen Kollektion ist sicherlich die Seide mit Eiswaffel-Print. Der teuerste Stoff, den ich mir jemals geleistet habe, aber den musste ich bei Autfizz einfach in den Einkaufskorb legen, schließlich weckt er Erinnerungen an warme Sommertage mit einem leckeren Eis in der Hand. Damit die einzelnen Teile am Ende nicht zu süßlich/mädchenhaft werden, kombiniere ich sie mit modernen/klaren Schnitten. Hier mein angestrebtes Nähprogramm für die nächsten Wochen, geplant ist es auch erst einmal in der Reihenfolge. Alle Angaben wie immer ohne Gewähr, kurzfristige Änderungen werden nicht ausgeschlossen 😉

Spring Style Along & From Runway to Closet 2.1

As you can tell by the fabric selection above, my me-made spring collection for the Spring Style Along will be very pastel coloured…combined with some lace and eyelet. The center point of my small collection is the silk with ice cones. The most expensive fabric that I ever bought but I just had to get it as it reminds me of warm summer days with a yummy icecream in hand. Therefore, the final pieces will not end up too girly/kitschy, I plan on using very clean and modern patterns. Below you can see my sewing plans for the next weeks, preferably in this order but might be subject to change 😉

Als erstes möchte eine Bomberjacke aus dieser schönen Lochstickerei nähen. Als Schnitt habe ich mir Nummer 101 aus der Juni 2015 Ausgabe der Burdastyle ausgesucht. Die Bomberjacke wäre perfekt für die Übergangszeit und durch den zarten Stoff würde sie schon etwas Frühjahrsstimmung in meinem Kleiderschrank verbreiten. Außerdem lässt sich die Bomberjacke gut zu den sonstigen Teilen in meinem Kleiderschrank kombinieren. First up is a bomber jacket from this graphic eyelet fabric. As a pattern I chose no. 101 from the June 2015 issue of Burdastyle. This bomber jacket will be perfect for the transition period and its lightweight fabric will already give me some spring feelings. Additionally, it will work well with the other pieces in my wardrobe.

Der Rock mit Patten hat mir gleich in der Burdastyle gefallen und von dem hellblau melierten Stoff habe ich gerade genug um ihn zu nähen. Zum Glück bin ich durch Kirsten von Dress Bakery schon vorgewarnt, dass der Schnitt sehr klein ausfällt und auch auf der Burda-Seite mehren sich die Stimmen, dass der Rock nicht der üblichen Burda-Größe entspricht. Deshalb werde ich nur die Idee übernehmen und meinen eigenen Rockgrundschnitt entsprechend anpassen. I fell in love with this skirt pattern as soon as I saw it in the Burdastyle magazine. Unfortunately, it seems to run really small as everybody who made it so far has had this problem. So I will just take this idea and transfer it to my skirt sloper to ensure a good fit.

Schon längere Zeit träume ich von einem rosa Trenchcoat. Inspiriert von den Designertrenchcoats von Jason Wu und Marissa Webb, möchte ich mir jetzt meine eigene Version nähen. Gleichzeitig ist der Trenchcoat auch mein Beitrag für die 2. Runde der Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank„. An den Designerversionen gefällt mir besonders die weiche Form ganz ohne Verschluss, die lediglich mit einem Gürtel auf Figur gebracht wird. Damit der Trenchcoat möglichst unkompliziert gewaschen und getragen werden kann, werde ich ihn nicht füttern und stattdessen die Nahtzugaben mit Schrägstreifen einfassen. Der Schnitt aus der Nähtrends entspricht voll und ganz meinen Vorstellungen und auch einen passenden rosafarbenen Stoff habe ich schon gekauft, so dass diesem Projekt eigentlich nichts mehr im Wege stehen wird. Außer vielleicht die knappe Zeit bei all meinen Plänen. I have been longing for a light pink trenchcoat for quite some time now. Inspired by designer trenchcoats from Jason Wu and Marissa Webb, I know want to create my own version. This trenchcoat will also be my contribution for the second round of the sew-along „From Closet to Runway“. I especially like about the designer versions the soft drape without any closure and just a belt to give it some shape. Therefore, the trenchcoat can be easily worn and washed, I will keep it unlined and just finish the seam allowances with bias tape. This pattern from Nähtrends (resp. Patrones) is just what I have been looking for. I have also already bought some matching light pink fabric and thus only time contraints are now in the way of finally finishing this project.

Als nächstes ist eine schlichte Bluse aus dem schönen Seidendruck geplant. Es wird mich sicherlich einiges an Überwindung kosten, diesen teuren Stoff anzuschneiden, deshalb greife ich auf meinen bewährten Blusenschnitt zurück, den ich zuletzt für die Bluse mit Trompetenärmeln verwendet habe. Nur dieses Mal mit kurzen Ärmeln und ohne Trompete. Next up is a simple blouse for this gorgeous silk print. It will cost me quite an effort to actually cut into this expensive fabric and that’s why I will use my tnt blouse pattern, which I used last for my blouse with bell sleeves.

Falls ich dann noch etwas Zeit übrig habe, möchte ich gerne eine sommerliche Version meines heißgeliebten Midirocks aus Spitze nähen. Die Blumenspitze liegt jetzt schon etwas länger in meinem Stoffvorrat und es wird Zeit, dass ich sie endlich anschneide. Am liebsten würde ich auch noch ein Crop Top aus der Spitze sowie ein Bustier aus weißer Baumwolle nähen, damit ich gleich das passende Darunter habe. If I should happen to have some time left after all these projects, I would like to create a summery version of my midi lace skirt. This floral lace has already been in my stash for some time and it’s time to finally use it. Preferably, I would also like to finish a crop top from this lace with a white cotton bustier that can be worn underneath.

Ihr seht also, an Plänen mangelt es nicht, höchstens an Zeit sie alle umzusetzen. Beruhigend, dass es den anderen Teilnehmern da auch nicht anders zu gehen scheint 😉 As you can tell, I have plenty of plans, only time constraints will probably keep me from finishing all of it. It’s very comforting that the other participants seem to have the same problem 😉

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RAW Gelände, Berlin – Farbrausch & Bikerjacke

                                         

Bikerjacke/biker jacket: selbstgenäht mit selbstkonstruierten Schnitt, hier gebloggt/
me-made with my own pattern, blogged here 
Gestreiftes Longsleeve/striped longsleeve: selbstgenäht Schnitt 106 Burdastyle Februar 2011, ungebloggt/me-made pattern 106 Burdastyle February 2011, unblogged
Fakeleder-Leggings/fake leather leggings: Zara
Ohrringe/earrings: Zara
Ring: Six
Tasche/bag: Dolce & Gabbana (2nd Hand via Vite en Vogue)
Stiefeletten/booties: Hallhuber

Meine neue Bikerjacke, die im Rahmen des Sew-Alongs „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ entstanden ist, habe ich euch schon gestern gezeigt.  Auch wenn sich bereits mehrere Bikerjacken in meinem Kleiderschrank befinden, so hat ein khakifarbenes Exemplar eindeutig noch gefehlt. Denn die neue Jacke fügt sich wunderbar zu meinen sonstigen Teilen und wurde seit der Fertigstellung schon mehrmals getragen. Vor kurzem habe ich das gemacht, was ich eigentlich immer abgelehnt habe – Basics nähen! So sind mehrere gestreifte Longsleeves und T-Shirts entstanden, die jetzt rauf und runter getragen werden, wie auch das heutige Longsleeve. Ich bin jetzt eindeutig bekehrt und werde vermehrt meine Basics selber nähen, denn mit der Qualität der genähten Teile können die aus dem Laden einfach nicht mithalten. Was sagt ihr zum Nähen von Basics? Yeah oder nee?

Inspiriert von dem Blog Style Charade, habe ich mich in Berlin auf die Suche nach schönen Wandbildern gemacht. Auf dem RAW Gelände im hippen Friedrichshain bin ich mehr als fündig geworden. Hier gibt es bunte und ausgefallene Wandgemälde an jeder Ecke und ich hatte wirklich die Qual der Wahl mich für eines für den heutigen Hintergrund zu entscheiden. Es war also mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ihr das RAW Gelände hier als Hintergrund zu sehen bekommt. Das RAW Gelände befindet sich ganz in der Nähe der S- und U-Bahn-Station Warschauer Straße. Früher wurden auf dem Gelände des Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) Züge repariert und heute haben sich auf dem riesigen Areal zahlreiche Bars, Biergärten, Clubs, eine Kletterhalle und sogar ein Kinderzirkus angesiedelt. Am Wochenende finden hier auch Foodmarkets oder Flohmärkte statt. Das RAW-Gelände ist nicht nur optisch weit entfernt von den schickeren Seiten Berlins wie dem Kurfürstendamm, sondern ist ein Vertreter der anderen Seite Berlins – leicht verfallen, etwas abgeranzt und voller Streetart und Graffitis. Aber genau wegen dieser Gegensätze liebe ich Berlin und das RAW-Gelände ist allein wegen der farbenfrohen Wandgemälde einen Besuch wert. Und jetzt viel Spaß bei der Bilderflut 😉   

 RAW Area, Berlin – Burst of Colour & Biker Jacket

Yesterday, I have shown you my new biker jacket that I made as part of the sew-along „From Closet to Runway“. Even though I have already quite a few biker jackets in my closet, a khaki coloured one has apparently been missing. My new jacket fits perfectly with the other pieces in my closet and has already been worn several times. Not too long ago, I did something that I thought, I would never do – sew basics! I finished several striped longsleeves and T-shirts that have been worn constantly ever since, just like today’s longsleeve. I have certainly been converted to making of basics and will now sew them more frequently from now on as the quality of selfmade basics can’t be beat by rtw. And what do you think about sewing basics? Yay or nay?

Inspired by the blog Style Charade, I have been on the look out for beautiful murals in Berlin. I found plenty of them at the RAW area in the trendy Friedrichshain district. You can find here colourful and edgy murals at every corner and it was quite hard for me to choose today’s background. So you can expect to see more of these murals on here. The RAW area is very close to the S- and U-Bahn station Warschauer Straße. In former times the area has been used for repairing trains and nowadays it is the ground for a multitude of bars, beer gardens, clubs, a boulder hall and even a kids‘ circus. During the weekends, food markets and fleamarkets are located at this area. The RAW area is very different from the fancy parts of Berlin such as Kurfürstendamm and represents the other side of the city. The one that is slightly run-down, a little shabby and full of streetart and graffitis. But it’s these contrasts that I love about Berlin and the RAW area is worth a visit even just for its murals. And now enjoy the flood of pictures 😉


 

[Verlinkt bei Me-Made-Mittwoch

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank 1.3

Heute kann ich euch endlich meine fertige Jacke zeigen, die im Rahmen der von Yvonne und Monika organisierten Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ entstanden ist. Die Inspiration könnt ihr euch hier noch einmal ansehen und hier hatte ich über den Zwischenstand geschrieben. Inspiriert von Alexandra von Handmade Glamour Everyday, die im Rahmen des Schnitt-Festes Beiträge zum Thema Schnittkonstruktion sammelt, habe ich unten noch etwas genauer beschrieben, wie ich bei der Konstruktion des Jackenschnitts vorgegangen bin. Ich hoffe, das ist für euch interessant und falls ihr Fragen zum Thema Schnittkonstruktion habt, könnt ihr mir die gerne in den Kommentaren stellen. Morgen gibt es dann auch Tragebilder, versprochen 😉
 

From Runway to Closet 1.3


Today I can finally show you my finished jacket that I made for the sew-along „From Runway to Closet“. You can read about my initial inspiration here and find my intermediate result here. Inspired by Alexandra from Handmade Glamour Everyday, who is collecting posts about pattern making, I also wrote below in more detail about the construction of this jacket pattern. I hope that you find this useful and if you have questions concerning pattern making, don’t hesitate to ask them in the comments. Tomorrow I will show you outfit pictures with this jacket, pinky swear 😉
Schnittkonstruktion: Meine Schnitte erstelle ich immer flach auf Papier. Wenn man das eine Zeit lang gemacht hat entwickelt man einfach ein Gespür dafür, ob die Proportionen auch in der eindimensionalen Form stimmen und kann sie gut direkt auf dem Papier anpassen. Für die Jacke habe ich meinen Kleidergrundschnitt verwendet, da sie ja recht figurnah sitzen soll. Im ersten Schritt habe ich die Brustabnäher in die Schulter verlegt, damit diese gemeinsam mit dem Taillenabnäher die Teilungsnaht bilden. Das gleiche habe ich im Rückenteil wiederholt. Man sollte hier darauf achten, dass die Nähte an der Schulter aufeinander treffen. Das hatte ich vergessen und musste es dann später ausbessern. Die Teilungsnähte werden dann noch ein bisschen modifiziert um eine schöne Form zu erlangen. Von diesem Stand habe ich ein Musterteil genäht und danach etwas von der Taillierung weggenommen und an der Hüfte etwas Weite zugegeben. An dem Musterteil habe ich mir auch die Höhe des Volants markiert. Das Schnittmuster habe ich dann in der Volanthöhe an den Seitenteilen und im Rücken abgeschnitten. Die abgeschnittenen Teile wurden zusammengeklebt, so dass sie ein Schnittteil bildeten. Das Schnittteil für den Volant wurde dann an mehreren Stellen eingeschnitten und aufgedreht um den Volant zu bilden. Danach wurden die Armlöcher geformt und der zweiteilige Ärmel konstruiert. Hier hatte ich die meisten Probleme und erst beim 3. Anlauf hat der Ärmel richtig gesessen. 
 
Pattern making: I always create my patterns with a flat pattern making method on paper. When you have been working with this type of method for some time, it becomes quite easy for you to see whether the proportions are right even in this one-dimensional state and to adjust them directly on paper. For this jacket I used my dress sloper as I wanted it to be quite form-fitting. The first step was to move the bust dart to the shoulder so that it can form the dividing seam with the waist dart. You repeat the same in the back. Here you should pay attention that both dividing seams are meeting at the shoulder. I forgot to do this and had to modify it later on. The dividing seams are modified slightly to have a nicer shape. I created the first sample from this status quo and noticed that the waist was too pronounced and that I needed to add a little width at the hip. On this sample, I also marked the line for the flounce. Then I cut the pattern pieces of the sides and the back apart at the flounce line. I glued the cut-off pieces together to form one pattern piece. I then cut this pattern piece apart at several spots and spread it to create the flounce. The next step was to form the armhole and create a two-piece sleeve. I had most trouble with this step and it took me 3 trys to get it right.
Nähzeit inkl. Zuschnitt/sewing time incl. cutting: Für die Jacke gingen ganze 3 Wochenenden drauf. Zwei Wochenenden habe ich alleine für die Schnittkonstruktion gebraucht. Das Nähen der Jacke ging dann relativ schnell, als der Schnitt mal stand und war an einem Wochenende erledigt. It took me 3 weekends to create this jacket. I already needed 2 weekends just for the pattern making. After the pattern was done, the sewing was fairly quick and I finished the actual jacket in 1 weekend.
Kosten/costs: Den Stoff habe ich für 4 €/m auf dem Stoffmarkt am Maybachufer gekauft. Das Material ist eine dünne Baumwollmischung mit Peachskin, die so eine leicht samtige Oberfläche hat. Erst wollte ich Druckknöpfe für die Schulterriegel verwenden, da ich aber passende Knöpfe in meinem Fundus hatte, habe ich diese genommen. Die Reißverschlüsse stammen wieder von meinem üblichen ebay-Verkäufer. Bei einem Verbrauch von ca. 2 m und Kosten von 6 € für die Reißverschlüsse, habe ich insgesamt nur 14 € für diese Jacke ausgegeben. Wenn man den Zeitaufwand nicht einrechnet, also ein absolutes Schnäppchen 😉  I bought this fabric at the Maybachufer fabric market in Berlin. The material is a thin cotton blend with a velvety peachskin surface. At first, I wanted to use press buttons for the shoulder tabs, but as I had these matching buttons in my stash, I used them instead. The zippers are from my usual ebay seller. With a fabric consumption of approx. 2 m and costs for the zippers of 6 €, I only paid 14 € for this jacket. As long as you don’t count the costs of making it, this has been quite a bargain 😉

Fazit/conclusion: Vielen Dank an Yvonne und Monika für die Inspiration sich auch einmal aus der Komfortzone zu bewegen! Das war mit Abstand das komplizierteste Schnittmuster, das ich seit langem konstruiert habe, aber es war den ganzen Zeitaufwand wert! Die Jacke ist am Ende genau so geworden, wie ich sie haben wollte und jetzt habe ich ein Schnittmuster, dass ich immer wieder verwenden kann. Ich liebe diese Jacke jetzt schon sehr und es ist einfach schön, wenn man sagen kann, dass man ein Kleidungsstück, vom Schnitt bis zum fertigen Teil, komplett selber gemacht hat. I have to thank the organizers of this sew-along for inspiring me to step out of my comfort zone. This has been by far the most complicated pattern that I have created in a long time. And it was so worth all the time and effort! The jacket turned out just the way I wanted it to and now I have a pattern I can use over and over again. I’m already loving this jacket and it’s a great feeling to say that I created the whole garment myself, from pattern to finished piece.

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Behind the Seams: Rückblick Februar 2017

Die erste Woche im März ist fast vorbei, höchste Zeit also für einen Rückblick des Februar. Da sich bei mir ja gerade ziemlich viel tut, dachte ich, es wäre interessant für euch, wenn ich meine Rückblicke wieder starte. So kann ich euch auf dem Laufenden halten, was gerade bei mir und meinem Business passiert.
 

Nähprojekte:

Meine Nähzeit im Februar ging fast voll und ganz für mein „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank„-Projekt drauf. Einen Schnitt komplett neu zu konstruieren braucht eben doch deutlich mehr Zeit als gedacht, vor allem da ich mit dem Ärmel etwas zu kämpfen hatte, wie beim Zwischenstand berichtet. Die Jacke ist mittlerweile fertig und genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Morgen stelle ich sie euch auch hier vor. Außerdem habe ich im Februar noch ein Bustiertop angefangen, aber noch nicht fertig bekommen. Das Blumenkleid im leichten Boho-Stil ist eigentlich schon seit letztem Jahr fertig, hatte dann aber erst im Februar seinen großen Auftritt hier.

 

Stoffdiät: 

Für die Stoffdiät sah es auch im Februar schlecht aus. Ich hatte mich mit Dana von feinstöfflich und Carola von Nähkatze auf dem Stoffmarkt am Maybachufer verabredet. Zum Glück war es soooo kalt, dass wir nur einmal schnell drüber geschaut haben. Sonst wären sicher noch mehr als die 3 Stoffe und somit 7 m Meter in meinen Fundus gewandert. Vernäht habe ich 2 m für die Bikerjacke und 1 m für das Bustiertop. Macht insgesamt also ein Plus von 4 m statt dem angestrebten Minus. Heißt also, ab jetzt weniger kaufen oder mehr nähen…

 

Business:

Februar war ein sehr spannender Monat für mich, was mein Business betrifft. Der erste Schnitt ging zum Testen raus und ich war schon sehr erleichtert, als die ersten positiven Reaktionen zur Passform eintrudelten. Vielen Dank an alle, die den Schnitt getestet haben! Es kamen viele hilfreiche Anmerkungen, an die ich vorher gar nicht gedacht hatte und die ich jetzt in den Schnitt und die Anleitung einarbeiten werde. Zur Zeit liege ich leider komplett in meinem Zeitplan zurück, so dass jetzt ein Verkaufsstart Ende März angepeilt ist. Hoffentlich gibt die Ankündigung hier mir genug Druck um den Termin auch einzuhalten. An der Selbstdisziplin muss ich auf jeden Fall noch arbeiten, was im normalen Job immer gut funktioniert hat, kann man bei der eigenen Unternehmung einfach zu leicht unterwandern.
 

Neu:

Im Februar bin ich endlich auch auf Twitter gestartet und frage mich wirklich, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Dana von feinstöffich musste mich ganz schön überreden, aber jetzt bin ich sehr froh, den Schritt endlich gemacht zu haben. Mir gefällt der schnelle Austausch mit anderen Nähbegeisterten!
 

Stoffliebe:

Der Originalstoff von meinem Kleid mit Porzellandruck ist jetzt übrigens wieder bei Autfizz erhältlich. Und auch den Stoff von meiner Jacke mit Bordüre gibt es wieder sehr ähnlich bei Buttinette auf Lager.

Lesestoff:

  • Über Pinterest bin ich auf den Modeblog Style Charade gestoßen. Mir gefallen die fröhlichen Outfits und die tollen Hintergründe, was mich inspiriert hat auch in Berlin nach schönen Wandbildern Ausschau zu halten. Das Ergebnis könnt ihr dann am Mittwoch sehen.
  • Der Podcast von Nahtzugabe 5 cm hat mit „Zwischen Nadel und Faden“ eine kleine Schwester bekommen. So können wir uns jetzt noch viel öfter auf neues Hörmaterial und Neuigkeiten aus der Nähnerdwelt freuen!
  • Diese Ode ans Old School Blogging von Zoe London hat mir sehr gefallen. In einer Welt der Follower-Zahlen und Hochglanz-Instagram-Fotos, wird leider oft vergessen, was der Ursprung  dieser Art der Selbstverwirklichung war. Auch wenn Social Media für mich wichtig ist, so kann es doch niemals den Inhalt und den damit verbundenen Austausch eines Blogs ersetzen.

Ziele für März:

  1. Ganz großes Ziel ist es natürlich endlich mein Business voran zu bringen und mit dem Verkauf des ersten Schnittmusters zu starten.
  2. Damit das auch passiert, werde ich mich im März mit Zeitmanagement-Techniken und anderen Methoden der Selbstorganisation beschäftigen. Denn mehr Selbstdisziplin ist dringend nötig. Was davon für mich funktioniert hat, werde ich dann demnächst mit euch teilen.
  3. Jede Woche etwas Neues in Berlin entdecken, das kann ein Museum, Restaurant, Flohmarkt etc. sein.

 

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